Flüchtlingspolitik

 

Ich begrüße die Entstehung einer superdiversen Gesellschaft in Hamburg. Die Gesellschaft in den deutschen Großstädten wird sich verändern. Das ist unumstritten und unumkehrbar. Superdivers heißt in diesem Kontext, dass es keine absoluten Mehrheiten (also 50 % und mehr) einer ethnischen Gruppe geben wird. Dies entsteht durch Zuwanderung einerseits, durch die Mischung der Gruppen andererseits. Studien von Migrationsforscher*innen zeigen, dass Städte wie New York, Amsterdam und London, in denen es bereits keine absoluten ethnischen Mehrheiten mehr gibt, von genau dieser Entwicklung profitiert haben. Sie sind ökonomisch erfolgreich, friedlich im Miteinander, haben voneinander gelernt, sind für eine sich rasant verändernde Gesellschaft in der globalisierten Welt bereit. Die dort wohnenden Menschen sind interkulturell kompetent und gut gebildet. Diese Städte haben vier zentrale Dinge richtig gemacht, denn nur die Städte, die all ihren Talenten einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Jobs, Wohnen und Zugehörigkeit bieten, sind dabei erfolgreich. Andere Städte – allen voran Paris – haben das nicht geschafft. Und daraus können wir lernen.

 

Die – bestätigte - These geht also so: Unsere Gesellschaft verändert sich – gerade in den Großstädten. Wir können davon profitieren, denn wir sind ohne Zuwanderung auch gar nicht mehr in der Lage, unseren ökonomischen Wohlstand aufrecht zu erhalten – auch das ist unumkehrbar. Eine superdiverse Gesellschaft in unserer globalisierten Welt ist einer monokulturellen überlegen. Weil in Ersterer Kompetenzen vorhanden sind, die der Letzteren fehlen. Lesen Sie gerne das Buch „Generation Mix“ von Jens Schneider dazu, das Ihnen viele Fragen beantworten wird.

 

Dieses habe ich in einer Rede in der Bürgerschaft (https://youtu.be/vb9XYpjDdOo) kurz angesprochen und mit den Worten „Das ist gut so“ politisch bewertet. Die AfD-Fraktion Hamburg hat die ersten 55 Sekunden dieser Rede mit zuspitzenden, verdrehenden Worten auf Ihrer Facebook-Seite eingestellt. Hier können Sie lesen, welche Reaktionen dies hervorgerufen hat:

 

-          „Rohe Weihnachten“ http://www.zeit.de/2015/52/hasskommentare-migration-die-gruenen-buergerschaft

-          „Shitstorm von Rechts: Morddrohungen gegen Hamburger Grünen-Politikerin“ http://www.mopo.de/hamburg/politik/shitstorm-von-rechts-morddrohungen-gegen-hamburger-gruenen-politikerin-23250832

 

-          „Keine Ethnie über 50 Prozent“ http://www.taz.de/!5266062/

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